7.

Ich möchte diesen wichtigen Einwand eindeutig beantworten. Perroud, V.G. Ob dieser oder jener bestimmte Papst in dieser schlechten Welt diese große Wahrheit bei allem, was er tat, immer im Blick hatte, ist Sache der Geschichte. Allatae sunt | ". Herrschaft einzureißen, alle Tugend und Gerechtigkeit auszumerzen, alle Geister und Herzen zu verderben, besonders die noch unvorsichtige und unerfahrene Jugend vom rechten Wege der Sitten abzubringen, sie elend zu verführen, in die Fallstricke des Irrtums zu verlocken und schließlich vom Hort der katholischen Kirche loszureißen.

Aus diesem Grunde halten Wir es für angebracht, die Frömmigkeit aller Gläubigen anzuregen, damit sie mit Uns und mit Euch unablässig, inständig und demütig zum milden Vater des Lichtes und der Barmherzigkeit flehen, tiefgläubig ihre Zuflucht nehmen zu unserem Herrn Jesus Christus, der uns mit seinem Blut erkauft hat, und sein göttliches Herz, das Opfer glühender Liebe zu uns, beschwören, er möge alle Menschen mit seiner heiligen Liebe entzünden, nach seinem Herzen würdig und in allem gottgefällig wandeln und in guten Werken reiche Frucht bringen lassen. [1], Denn Ihr wisst sehr gut, Ehrwürdige Brüder, dass es heute viele gibt, die auf die weltliche Gesellschaft den böswilligen, unsinnigen Grundsatz des sogenannten Naturalismus anwenden und dreist die Lehre verbreiten, "das Staatswohl und der menschliche Fortschritt verlange gebieterisch, dass die menschliche Gesellschaft aufgebaut und geleitet werde ohne jede Rücksicht auf den Glauben, als ob es einen solchen nicht gäbe oder mindestens ohne zwischen wahrem und falschem Glauben einen Unterschied zu machen." Da die Bitten der Menschen zweifellos dann Gott angenehmer sind, wenn sie mit reiner, makelloser Seele sich ihm nahen, so haben Wir beschlossen, den Christgläubigen mit apostolischer Freigebigkeit die Unserer Verwaltung anvertrauten himmlischen Schätze der Kirche zu öffnen. Der Naturalismus und die Kollektivierung von Familie und Erziehung, 4. hat es treffend gesagt: "Die Abschaffung der Orden verletzt den Stand, der sich öffentlich zu den evangelischen Räten bekennt, verletzt eine Lebensweise der Kirche, die als übereinstimmend mit der apostolischen Lehre empfohlen wird, verletzt die ruhmreichen Gründer selbst, die wir auf den Altären verehren und die aus keinem anderen Grund als aus Gottes Eingebung diese Gesellschaften gegründet haben. Der gegenwärtige Papst spricht in seiner Enzyklika von 1864, Quantâ curâ (wie wir im nächsten Abschnitt vor uns kommen werden) ) gegen "Gewissensfreiheit", und er bezieht sich auf seinen Vorgänger, Gregor XVI., der es in seinen Mirari vos ein "Deliramentum" nennt.

1. Demandatam | von Papst Es soll auch alles beobachtet werden, was in dem genannten Breve vorgeschrieben wurde, und es soll ausgenommen sein, was Wir als solches erklärten. Diese falschen, verkehrten Meinungen sind umso verwerflicher, als sie besonders darauf abzielen, jene heilsame Kraft zu behindern und aus der Welt zu schaffen, welche die katholische Kirche nach dem Gesetz und Auftrage ihres göttlichen Gründers bis ans Ende der Zeiten frei zur Auswirkung bringen soll, nicht nur den einzelnen Menschen gegenüber, sondern auch gegenüber den Staaten, den Völkern und ihren obersten Führern. [8] Lehrt sie, "dass die irdischen Reiche auf dem katholischen Glauben als ihrem Fundament aufruhen;[9] dass nichts so tödlich, nichts dem Sturz so nahe, nichts den verschiedensten Gefahren so ausgesetzt ist, als zu glauben, es genüge uns der freie Wille, den wir von Geburt in uns haben, ohne weiter etwas vom Herrn erbitten zu müssen, d. h. dass wir, des Schöpfers vergessend, seinem Machtgebot uns entwinden könnten, um uns als frei zu erweisen. Sie wendet sich gegen die Praxis mancher Priester, nach einem hohen lokalen Gebührensatz für eine (Toten-)Messe zu kassieren und dann den Gottesdienst in einer Kirche mit geringeren Gebühren abzuhalten. 3. Frankreich hatte zuvor Rom mit französischen Truppen besetzt, um zu verhindern, dass das Königreich Italien die Kirchenstaaten mit der Eroberung Roms besiegte , und damit eine italienische Militäraktion blockiert, die die Vereinigung des Königreichs Italien auf der italienischen Halbinsel vervollständigen würde . Petrus berufen wurden und zu unserem großen Schmerz den furchtbaren Sturm, den so viele verkehrte Meinungen erregt hatten, und die schweren, unsäglich traurigen Schäden sahen, die aus so vielen Quellen des Irrtums auf das Christenvolk einstürzten, erhoben Wir, wie es Euch, Ehrwürdige Brüder, bekannt ist, entsprechend Unserer Amtspflicht und dem Vorbild Unserer erlauchten Vorgänger folgend, Unsere Stimme.

Darin kritisiert der Papst, was er für bedeutende Fehler hält, die die Moderne betreffen. die sich mit allgemeinen Aussagen und der Verurteilung bestimmter und gegebener Fehler befasst. Umso verwerflicher sind sie auch, als sie suchen, jene einträchtige Zusammenarbeit zwischen Sacerdotium und Imperium aufzuheben, die sowohl der kirchlichen als der bürgerlichen Sache immer heilsam und nützlich war. oder freie Liebe? Pius IX. Daher haben Unsere Vorgänger mit apostolischer Kraft den verderblichen Bestrebungen jener unseligen Menschen beharrlich Widerstand geleistet, die ihre wirren Vorstellungen wie Fluten eines aufgepeitschten Meeres auswarfen, Freiheit versprachen, während sie Knechte des Verderbens sind, und die darauf hinzielten, mit ihren trügerischen Meinungen und verderblichen Schriften die Grundlagen des katholischen Glaubens und der weltlichen. Der Satz sagt es uns. Herausgegeben wurde. Pius IX. Seine eigentliche Mission ist es, das moralische Gesetz zu verkünden und das "Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in die Welt kommt", zu schützen und zu stärken. 8. In mehreren Rundschreiben und in Ansprachen im Konsistorium wie auch in sonstigen Apostolischen Briefen haben Wir die hauptsächlichsten Irrtümer unserer traurigen Zeit verurteilt, Wir riefen Eure wertvolle bischöfliche Wachsamkeit auf und mahnten alle Uns so teuren Söhne der katholischen Kirche, sie sollten sich vor der Ansteckung dieser gräßlichen Seuche in acht nehmen und hüten. Quanta cura wurde von der Aufforderung September Konvention von 1864 Vereinbarung zwischen dem damals neu entstehenden Königreich Italien und dem Zweiten Französisch Reich von Napoleon III . "Flehen wir, Ehrwürdige Brüder, aus tiefstem Grund des Herzens und der Seele zur Barmherzigkeit Gottes; denn Gott hat uns dazu aufgefordert, indem er sagt: Ich werde ihnen meine Barmherzigkeit nicht entziehen. Welcher der beiden würde der Welt ein Universelles aufzwingen?

die Gebühren für eine Totenmesse . Mit diesen gottlosen Irrlehren und Wühlereien bezwecken diese Leute voll Lug und Trug vor allem die gänzliche Ausschaltung der wohltätigen Lehre und Einflusskraft der Katholischen Kirche aus dem Unterricht und der Erziehung der Jugend, um die zarten, aufnahmefähigen Seelen der Jugendlichen in verderbliche Irrtümer zu verstricken, sie elend in Sünde zu bringen und zu verwüsten. ; Die Nummerierung folgt dem Text bei www.papalencyclicals.net - siehe Weblink; in deutsch auch in: Emil Marmy, (Hrsg. Denn gemäß dem verhängnisvollen Irrtum des Kommunismus und Sozialismus, den sie lehren und bekennen, behaupten sie, "die häusliche Gemeinschaft oder die Familie leite ihr Daseinsrecht vom staatlichen Recht ab; alle Rechte der Eltern gegenüber ihren Kindern, vor allem das Unterrichts- und Erziehungsrecht, stammten einzig vom staatlichen Recht und hingen von ihm ab." Der Hintergrund ist, dass der Priester die im Voraus gezahlten Gebühren treuhänderisch verwaltete und so die Differenz als Gewinn behielt. November 1846, das an den gesamten Episkopat der Welt gesandt wurde und mit den Worten "Arcano divinae providentiae consilio" beginnt, mit all den Vollmachten, die durch jenes Schreiben von Uns gegeben wurden. 6.

Obwohl Wir es daher nicht im geringsten unterlassen haben, die wichtigsten derartigen Irrtümer immer wieder zurückzuweisen und zu verdammen, so verlangt doch die Sache der katholischen Kirche, das Heil der Seelen, das Uns Gott anvertraut hat, und auch das Wohl der menschlichen Gesellschaft, dass Wir erneut Eure Hirtensorge auf andere zu bekämpfende verderbliche Meinungen lenken, die aus denselben Irrtümern als ihren Quellen hervorgehen. ), Mensch und Gemeinschaft in christlicher Schau, Dokumente, Paulusdruckerei Freiburg/Schweiz 1945, S. 33-41, mit Imprimatur).

Peregrinantes | Der Naturalismus als Lehre von der ungezügelten Freiheit, 2. 2. Auch ist es Euch bekannt, dass es heute viele gibt, die, vom Geiste des Teufels getrieben, sich zu einem solchen Grad frevelhafter Gesinnung verstiegen, dass sie Unseren Gebieter, den Herrn Jesus Christus, leugnen und in verbrecherischer Unverschämtheit seine Gottheit zu bestreiten wagen. Durch dieses Schreiben erteilen Wir deshalb in Unserer Apostolischen Machtvollkommenheit allen und jedem Gläubigen beiderlei Geschlechts in der ganzen katholischen Welt einen vollkommenen Jubiläumsablass während eines Monats im Laufe des Jahres 1865 nach der von Euch, Ehrwürdige Brüder, und den übrigen rechtmäßigen Ortsoberhirten zu treffenden Bestimmung. Sie können sagen, dass in England der gesunde Menschenverstand solche Gräueltaten ersticken und auslöschen würde. Dezember 1864, (Quelle: Die katholische Sozialdoktrin in ihrer geschichtlichen Entfaltung, Hsgr. Wir können auch nicht die Dreistheit jener übergehen, welche die gesunde Lehre nicht ertragen und behaupten, "man könne ohne Sünde, ohne den christlichen Glauben zu verletzen, jenen Entscheidungen und Verfügungen des Apostolischen Stuhles, von denen erklärt wird, dass sie sich auf das Gemeinwohl der Kirche, ihre Rechte und ihre Ordnung beziehen, Billigung und Gehorsam verweigern, solange nicht Lehrsätze der Glaubens- und Sittenlehre berührt werden". Wenn aber je, Ehrwürdige Brüder, dann müssen wir uns heute in diesen ungeheuren Bedrängnissen von Kirche und Staat, bei dieser maßlosen Verschwörung der Feinde gegen die katholische Kirche und den Apostolischen Stuhl, bei dieser Überflut von Irrtümern, mit Vertrauen an den Thron der Gnade wenden, um von Gott Barmherzigkeit und das Geschenk wirksamer Hilfe zu erlangen.

(Hales 1958).

Ende März 1864 erhielt er einen Brief von Kardinal Antonelli , dem päpstlichen Außenminister, in dem er die Mechelen-Reden beanstandete.

Im August 1863 hielt Graf Charles Montalembert , ein Befürworter des liberalen Katholizismus, in Mechelen , Belgien, eine Reihe von Reden , in denen er seine Ansichten zur Zukunft der modernen Gesellschaft und der Kirche darlegte. Von dort kommt die Transformation des Geistes, die Korruption der Jugend, die Verachtung heiliger Dinge und heiliger Gesetze - mit anderen Worten, eine Pest, die für den Staat tödlicher ist als jede andere Die Erfahrung zeigt schon seit frühester Zeit, dass Städte, die für Reichtum, Herrschaft und Ruhm bekannt sind, infolge dieses einzigen Übels, nämlich maßloser Meinungsfreiheit, Redefreiheit und Wunsch nach Neuheit, ums Leben kamen. Wenn er unter dem Vorwand seiner offenbarten Vorrechte seine Mission, Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Frieden zu predigen, vernachlässigte, umso mehr, wenn er das Gewissen seiner Untertanen mit Füßen trat, wenn er dies die ganze Zeit getan hatte, wie die Protestanten sagen: dann hätte er all diese vielen Jahrhunderte bis jetzt nicht durchhalten können, um ein Zeichen für ihre Verwerfung zu liefern. Es sollte in jeder rechtmäßig konstituierten Gesellschaft verkündet werden.

Im 1832 Enzyklika Mirari Vos , Papst Gregor XVI beklagten religiösen Indifferentismus der. Denn im Hinblick auf vortrefflichen Hirteneifer erwarten Wir, dass Ihr das Schwert des Geistes ergreift, nämlich das Wort Gottes, und, gestärkt in der Gnade unseres Herrn Jesus Christus, mit doppeltem Eifer Eure ganze Sorge darauf verwendet, dass sich die Gläubigen, die Eurer Obhut anvertraut sind, "von den schädlichen Pflanzen fernhalten, die Christus nicht hegt, weil sie sein Vater nicht gepflanzt hat".